Im Zeitalter moderner Bauelemente aus Stahl und Glas, die ohne Zweifel Berechtigung haben, mutet der Einsatz des Urbaustoff LEHM fast wie ein Rückfall in die Steinzeit an !

Auf den ersten Blick mag sich dieser Eindruck bestätigen, wenn man Lehmbau auf traditionelle, historische Bautechniken reduziert.

Aber Lehm ist erwachsen geworden, den Kinderschuhen der Öko-Bewegung längst entwachsen! Lehm ist heute ein ernstzunehmender, vielseitiger Baustoff, der weit mehr Möglichkeiten zulässt als die meisten vermuten werden.

Lehm ist ein Verwitterungsprodukt der Natur und besteht aus Ton, Sand und Schluff, sehr feinen Teilchen. Die Tonminerale sind für die Bindefähigkeit des Gemischs verantwortlich. Je nach Tonsorte und Abbauort weist der Lehm unterschiedliche Zusammensetzungen auf.

Lehm - Baustoff der Kulturen!

Lehm ist der älteste Baustoff der Menschheit. Seit rund 9000 Jahren wird der Urbaustoff für die unterschiedlichsten Bereiche eingesetzt. Weite Teile der chinesischen Mauer waren beispielsweise aus Lehm, aber auch Kultstätten der Antike, wie z.B. die Speicherkatakomben des Ramses II, der vor mehr als 3200 Jahren gelebt hat.
Doch soweit müssen wir nicht zurück in der Zeitrechnung! Traditionelle Behausungen wie die Lehmbauten der Pueblo-Indianer in den USA zeigen auch, wie dauerhaft dieses Material sein kann. Vor allem die klimatischen Verhältnisse dieser Häuser in der sengenden Sonne der Wüste sind mehr als bemerkenswert.

Heute verwenden wir Lehm als modernen Gestaltungswerkstoff mit vielen Variationen in Form und Farbe. LESANDO hat sich dabei spezialisiert auf die Herstellung von Dekorputzen in Schichtstärken von 0,1 bis 2 mm. Das Anwendungsgebiet umfasst dabei alle Innenräume und lässt in punkto Gestaltung keine Wünsche offen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollzog sich ein grundlegender Wandel in den Industriestaaten im Bezug auf Lehm. Lehm galt als nicht mehr zeitgemäßer Baustoff und verlor nach und nach seine Bedeutung. Einzig mit dem Ende der beiden Weltkriege flammte die Nachfrage nach Lehm nochmals auf, da als Baustoff kostengünstig und überall verügbar. Der Notbaustoff Lehm wurde auch zum Baustoff für arme Leute. Wer was auf sich hielt, der verwendete moderne Baustoffe.

Das hatte zur Folge, dass die Lehm-DIN in der Bundesrepublik 1971 ersatzlos gestrichen wurde (in der damaligen DDR galten die Normen von 1953 noch bis zur Wiedervereinigung, allerdings ohne echte wirtschaftliche Bedeutung!) und es eben den Freaks vorbehalten blieb, mit verhältnismäßig einfachen Mitteln diesen Baustoff wieder einzusetzen. So baute sich über Jahre hinweg ein Image auf, das der Bevölkerung als wenig professionell erscheinen musste. Begriffe wie Latschen-Handwerker oder Lehmtreter zeugen davon, beschreiben aber auch gleichzeitig die oberflächliche Betrachtung. Lehmtreter eben, so werden heute teilweise noch die Einwohner des Würzburger Stadtteils Lengfeld bezeichnet, weil dort vor langer Zeit der Baustoff für viele Häuser in der Umgebung in den Lehmgruben abgebaut wurde. Der Grundstock übrigens für die Entwicklung einer ganzen Region!

Lehm ist ein Verwitterungsprodukt der Natur und besteht aus Ton, Sand und Schluff, sehr feinen Teilchen. Die Tonminerale sind für die Bindefähigkeit des Gemischs verantwortlich. Je nach Tonsorte und Abbauort weist der Lehm unterschiedliche Zusammensetzungen auf.
Die Zugabe von Sanden (Strukturgeber), Pigmenten, Verarbeitungs-hilfen (z.B. Pflanzenstärken) und Effektzuschlägen wie spezielle Körnungen oder Fasern machen dann die unterschiedlichen Strukturen und Putzsysteme aus. So ist es möglich, aus den verschiedenen Rohstoffen vom dünnschichtigen Streichputz bis hin zum Grundputz für Wandheizungen sehr vielfältige Putzsorten herzustellen. Auf die Zugabe von hydraulischen Bindemitteln (Gips, Kalk usw.) wird konsequent verzichtet.

Alle Eigenschaften in ihrem vollem zu beschreiben, würde sicher den Rahmen sprengen. Daher ist eine Beschränkung auf einige wenige, aber durchaus interessante Eigenschaften notwendig.

Die feuchteregulierende Wirkung von Lehm im Bezug auf das Raumklima ist mittlerweile bekannt. Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht noch die Tatsache, dass lediglich die ersten 10 mm einer Schicht sehr großen Einfluss auf das Raumklima haben, wobei die ersten 2- 3 mm schneller reagieren als die restlichen Schichtstärken. Demzufolge ist vor allem die Flächengröße der wesentliche Einflussfaktor, nicht etwa die Schichtdicke.

Die Luftreinigung durch Lehm ist ein Phänomen, das bisher noch nicht wissenschaftlich nachweisbar ist. Prof. Gernot Minke von der Gesamthochschule Kassel ist bemüht, in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen dieser erstaunlichen Fähigkeit wissenschaftlich auf den Grund zu gehen. LESANDO hat bei diesem Vorhaben seine Unterstützung zugesagt. Eigene Erfahrungen bestätigen nämlich, dass auch nach Jahren in Räumen, die nur dünne Lehmputzschichten haben, selbst bei größerer Belastung die typischen Gerüche nicht zu vernehmen sind, wie z.B. bei einer fränkischen Weinstube, die bereits im Jahr 1997 mit einem 2 mm starken Lehmdekorputz versehen wurde.

Die Konservierung von Holz, die unbegrenzte Lagerfähigkeit, die Wärmespeicherung und andere Eigenschaften bedürfen mittlerweile nicht mehr ausführlichen Berichterstattungen. Auch ein Indiz dafür, dass der Baustoff Lehm seit Jahren wieder sehr ernst genommen wird.

In jüngster Zeit rückt jedoch eine andere Eigenschaft in den Mittelpunkt der Betrachtung: die Fähigkeit, den Einfluss hochfrequenter Strahlung zu reduzieren. Bei Versuchen hat man festgestellt, dass der Baustoff Lehm ab einer gewissen Schichtdicke doch erheblich Abschirmwirkung aufweist. Jedoch ist es aufgrund technischer Gegebenheiten in den meisten Fällen nicht möglich, derart starke Wandschichten aufzubauen. LESANDO hat hier aber eine erstaunliche Erfindung gemacht. Der Abschirmputz MENO verfügt nur über eine Schichtstärke von 1,5 mm und ist mit haarfeinen, hochwertigen Carbonfasern versetzt, so dass die Strahlung im Bereich von D- und E-Netzen des Mobilfunks um 99,7 % reduziert wird. Vergleichende Messungen haben festgestellt, dass z.B. andere Putzsysteme mit vergleichbarern Zusammensetzung weitaus geringere Abschirmwirkungen besitzen. Der Grund: die hohe Feuchte, die im Lehm gespeichert ist, wirkt wie ein zusätzliches Schutzschild, verbessert dabei aber auch gleichzeitig das Raumklima und verhindert die Anreicherung von Reizstoffen und Allergenen in der Raumluft. Eine perfekte Kombination sehr wichtiger Vorteile, die bislang unerreicht sind. Prof. Peter Pauli und Dr. Dietrich Moldan haben in einer sehr umfangreichen Studie rund 300 verschiedene Produkte und Aufbauten hinsichtlich der Abschirmung gegenüber Hochfrequenz gemessen und die Ergebnisse in einer bemerkenswerten Broschüre veröffentlicht.

Lehm ist dank innovativer Entwicklungen heute weit mehr als braune Erde und Fachwerkfüllungen. Gerade die Produktpalette von LESANDO beweist, dass Lehm nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch auf dem neuesten Stand ist. Die Anwendungen reichen vom maschinell verarbeitbaren Lehmgrundputz über einfach anzuwendende Streich- und Spachtelputze bis hin zum exklusiven Glanzputz. Zusammen mit dem Naturwachs FINO, dessen Grundrezepturen aus dem alten Ägypten stammen und rund 3300 Jahre alt sind, lassen sich Lehmoberflächen wischfest ausführen, ohne dabei die positiven Eigenschaften der Feuchteregulierung zu verlieren. Eine weitere bautechnische Sensation!

Aber es geht nicht allein um Gestaltung. Auch im Bereich Technik hat LESANDO in Lehm einiges zu bieten. Spezialprodukte wie der Lehmkleber PROFONDO, mit dem Vliestapeten zur Aufbereitung schwieriger Untergründe verklebt werden oder der Wandglätter PRESTO, geeignet zum Glätten rauer Oberflächen oder zum Verspachteln von Lehmbauplatten usw.

Das schönste Design und die aufwändigste Arbeit sind umsonst, wenn die Vorbereitung des Untergrundes nicht ordnungsgemäß erfolgt. Daher muß man diesem Teil der Arbeit besondere Aufmerksamkeit schenken.

Lehmgrundputze lassen sich maschinell oder von Hand ein- oder zweilagig auftragen. Entscheidend ist hier die Schichtstärke. Zum Überputzen von Wandheizungen hat sich Lehm in den letzten Jahren bestens bewährt. Die meisten Mauerwerke lassen sich dabei ohne Vorbehandlung direkt Überputzen. Schichtstärken zwischen 12 und 15 mm sind dabei die Regel. Auf die Vorarbeit mit Lehmschlämme oder ähnlichen Produkten kann beim Lehmgrundputz FORTE von LESANDO verzichtet werden.

Dekorputze werden je nach gewünschtem Ergebnis ein- oder zweilagig und auch ein- oder mehrfarbig angewendet. Die handwerkliche, individuelle Ausführung verleiht den Dekorputzen die unverwechselbare Charakteristik. Besonders die Mehrfarbigkeit, die bei LESANDO-Produkten jedoch nur in einem einzigen Arbeitsgang erzielt wird, zaubert ein besonderes Flair in die eigenen vier Wände und wird gerne auch als Toscana-Effekt bezeichnet.
Je nach Putzsystem werden die Farbtöne mit der Lasurbürste oder der Traufel aufgebracht und im nassen Zustand an der Fläche ineinander gearbeitet. Bei so aufgebrachten Spachtelputzen lässt sich die Oberfläche verbürsten, mit dem Schwamm bearbeitet, glätten oder rustikal strukturieren. Abschließend kann zudem mit dem Naturwachs FINO nicht nur ein natürlicher Schutz der Oberfläche erzeugt werden, sonders es besteht sogar die Möglichkeit, das Wachs selbst einzufärben und die Farbmöglichkeiten damit nochmals ins Unendliche wachsen zu lassen.
Dekorputze werden im Normalfall in einer Schichtstärke von 0,1 mm (z.B. Lehmstreichputz FURIOSO) bis zu 2 mm (z.B. Lehmspachtelputz CAPRICCIO) aufgetragen und stellen daher gewisse Anforderung an die Ebenheit des Untergrundes. Von mindestens der gleichen Bedeutung ist aber die gleichmäßige Saugfähigkeit. Unterschiedliches Saugverhalten kann dazu führen, dass es zu Farbveränderungen während des Trocknungsprozesses kommt.
Daher ist es für alle dünnschichtigen Beschichtungen erforderlich, die unterschiedlichen Saugfähigkeiten anzugleichen. LESANDO schafft das durch die Putzgrundierung PRELUDIO, die weiß eingefärbt ist und somit auch eine optische Kontrollmöglichkeit zulässt. Vor den eigentlichen Dekorputzen muß also ein so genanntes flächeneinheitliches Bild vorliegen, da keine sichtbaren Unterschiede im Untergrund mehr zeigt.
Es geht also mittlerweile nicht mehr allein um die Herstellung ausreichender Haftung zwischen Untergrund und Putz (die ursprüngliche Hauptaufgabe von Putzgrundierungen), sondern mittlerweile mehr und mehr um das Herstellen gleichmäßiger Untergründe. Eine gar nicht so leichte Aufgabe bei der unüberschaubaren Vielfalt an verschiedenen Untergründen.

Warum sind Lehmbaustoffe so teuer, wo das Material doch nichts kosten kann? Die Frage ist ebenso falsch wie die Antwort schwierig ist. Dass Rohstoffe zur Herstellung technisch anspruchsvoller Produkte wie Lehmbaustoffe quasi in der Erde kostenlos zu haben sind, mag vielleicht mal vor 100 Jahren gegolten haben. Heute ist die Gewinnung der Rohstoffe ein technisch ausgereiftes Verfahren, das seinen Preis hat.

Bei all diesen Diskussionen darf auch nicht vergessen werden, dass Lehm nach wie vor ein Nischenprodukt ist und bei weitem nicht diese Dimensionen erreicht, wie man das bei der konventionellen Industrie kennt. Auch die Absatzmengen an Lehmbaustoffen sind nur ein Bruchteil derer herkömmlicher Produkte. Die Logistik ist noch nicht so entwickelt und auch die Akzeptanz in der Bevölkerung muß noch weit ausgebaut werden, um allein über diese Prozesse zu einer Kosteneinsparung zu kommen.

Aber trotzdem sind Lehmbaustoffe nicht teuer, das beweisen verschiedene Produkte wie z.B. der Lehmstreichputz FURIOSO, der mit jedem herkömmlichen Produkt konkurrieren kann. Die Zeitschrift Öko-Test verlieh diesem Produkt die Bestnote und selbst das renommierte Magazin Homes & Gardens bezeichnete FURIOSO als die Zukunft der Wandgestaltung.

Die Behauptung, Lehm sei kein genormter Baustoff und daher gäbe es auch keine Gewährleistung, ist Unsinn. Auch wenn zum heutigen Zeitpunkt weder DIN-Vorschriften noch sonstige Erlässe vorliegen, bedeutet dies keineswegs, dass es sich beim Lehm und einen Rechts- und vorschriftenfreien Raum handelt, der jeden berechtigt, Arbeiten mit Lehm auszuführen und im Schadensfall nicht belangt werden zu können.

Was die Anwendung und Ausführung betrifft, ist für Handwerker der Stand der Technik und die anerkannten Regeln des Handwerks maßgebend. Für Hersteller von Lehmbaustoffen gilt die Produkthaftung. Auch nicht genormte Putzmörtel, von denen es neben Lehm auch noch eine Reihe anderer gibt, sind sinngemß wie genormte Mörtel anzuwenden.

Alles in allem ist die Rechtslage und damit auch das Recht des Endverbrauchers mit der bei konventionellen Produkten vergleichbar und wird in der Rechtssprechung auch so angewendet. Im Gegenteil, der Tatbestand, dass es sich beim verwendeten Baustoff um Lehm handelt, spielt keine Rolle. Die dem Handwerker vertrauten Vorschriften, wie z.B. die DIN 18350 oder DIN 18550 haben auch hier volle Gültigkeit !

LESANDO® steht für die kreative Innenraumgestaltung
mit Lehm. Produktentwicklung und Produktion folgen, neben ökologischen und den Prinzipien des fairen Handels, den Grundsätzen der
Nach haltigkeit und der beständigen Wertschöpfung. Eine Entwicklung ist für LESANDO® erst dann für den Verbraucher geeignet, wenn das Produkt durch einfache, variantenreiche Verarbeitung eine Vielfalt in Gestaltung und Anwendung erlaubt, die konventionellenErzeugnissen zumindest ebenbürtig ist.

Was ist Lehm?
Jeder kennt Lehm als traditionsreiches Material, das das Raumklima nachhaltig verbessert.
Er entsteht durch Verwitterung von Fest- und Lockergesteinen und ist einer der ältesten Baustoffe der Welt. Lehm ist eine
Mischung aus Sand, Schluff (Feinstsand) und Ton. Die Mischungsverhältnisse können innerhalb definierter Grenzen schwanken.

Lehm als Baumaterial
Lehmbautechniken sind seit mehr als 9.000 Jahren bekannt. Noch heute lebt etwa ein Drittel der Erdbevölkerung in Lehmhäusern
(Minke 1994). In den meisten Gebäuden, die hierzulande vor 1950 errichtet wurden, findet sich Lehm zumindest auf Innenwänden
und teilweise in den Geschoßdecken.

Eigenschaften von Lehm
Lehm bzw. Tonmehle kommen naturgemäß in vielen verschiedenen, teils kräftigen Farbtönen vor. Für die Farbherstellung bedarf
es daher vglw. weniger Pigmente, um intensive Farbtöne zu erzielen. Gleichzeitig hat Lehm selbst hohe Bindekräfte, sodass
auf künstliche Bindemittel gänzlich verzichtet werden kann. Daneben finden sich in den Lehm-Dekorprodukten die bekannten
positiven Eigenschaften (vgl. Lenze 2004, Minke 1994):• Lehm wirkt Luftfeuchte regulierend und ist diffusionsfähig
• Lehm bindet Schadstoffe
• trockener Lehm wirkt antibakteriell und abweisend gegen Schädlinge
• Lehm konserviert Holz
• Lehm enthält keine Fogging fördernden Substanzen

Lehm ist dauerhaft
„Aber“, so mag manch Einer denken, „Lehm ist doch wasserlöslich!“ Und richtig: Lehm ist damit hinsichtlich seiner Einsatzbereiche
als Baustoff v. a. im Außenbereich in unseren niederschlagsreichen Breiten Einschränkungen unterworfen. In Innenräumen
aber überwiegen eindeutig die Vorteile. Haltbarkeit und Wertbeständigkeit sind bei Innenputzen keine Frage dessen, ob
das Material wasserlöslich ist oder nicht. Vielmehr müssen dünnschichtige Putzsysteme hart austrocknen, um ein „Absanden“
zu vermeiden. Lehmputz trocknet nur durch die Verdunstung von Wasser. LESANDO® unterstützt die hohe Bindekraft, die der Ton
als Grundrohstoff bereits aufweist, zusätzlich durch die Beigabe natürlicher Pflanzenstärke. Das dichte, homogene Gefüge der
Putzschicht, keineswegs eine Selbstverständlichkeit bei der Lehmputzherstellung, ist das Ergebnis einer fein aufeinander abgestimmten Kornzusammenstellung, der Sieblinie: Unterschiedliche Korn größen und Kornformen lassen eine widerstandsfähige,
harte Oberfläche von hoher Festigkeit entstehen.

Was ist Lehmputz / Lehmfarbe?
Wir unterscheiden Lehmputze nach ihrer Schichtstärke, nach ihrer Verarbeitung und nach dem Werkzeug, mit dem sie aufgebracht
werden. Darüber hinaus bestimmen vorhandene Untergründe sowie die sich daraus ergebenden notwendigen Putzdicken,
welches System bzw. welche Systemfolge anzuwenden ist (s. auch „Noch ein wichtiger Hinweis“ am Ende dieser Broschüre).
Lehmputze und Lehmfarben selbst sind Mischungen. Tonmehle und Feinsande (ausnahmslos Marmorkörnungen) bilden
bei LESANDO®-Produkten das Grundgerüst. Daneben bestimmen ausgesuchte Zuschlag stoffe den Einsatz des Putzes: Dekorputzen
und Farben werden teilweise Pigmente beigemischt, die für weit mehr als 500 verschiedene Farbtöne sorgen. Beim
Klima- und Abschirmputz Meno® bewirkt die Zugabe haarfeiner Karbonfasern eine enorme Abschirmwirkung hochfrequenter
Strahlung (bis zu 99,6%) bei einer Gesamtschichtstärke von nur 1,5 mm.

Wie wirkt Lehm auf das Raumklima?
Mit gesundem Raumklima ist – neben „sauberer Luft“ – die relative Luftfeuchtigkeit gemeint, auch Raumluftfeuchte genannt.
Diese sollte zwischen 40 und 60% liegen. „Trockene Luft“ (weniger als 40% Raumluftfeuchte) reizt Hautoberfläche und
Schleimhäute und macht sie anfälliger gegen Attacken von Erregern und Mikroben.

Ebenso sind mehr als 70% Raumluftfeuchte zu vermeiden. Zu feuchte Luft fördert die Schimmelbildung im Raum und wird vom
Bewohner als unangenehm empfunden. So wirken sich grundsätzlich alle Wandbeschichtungen auf das Raumklima aus: Diffusionsoffene, also „durchlässige“ Beschichtungen, wirken positiv, weil dahinter liegende Wandschichten Feuchtigkeit aufnehmen
und wieder abgeben können. Lehmdekors sind extrem diffusionsoffen. Sie schaffen damit die Möglichkeit, sogar die Untergründe
selbst mit in die Regulierung der Luftfeuchtigkeit einzubeziehen.

Größe der Oberfläche schlägt Schichtstärke
Lehm hat die bekannte Eigenschaft, sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen zu können.
Hier zeigt er sich gegenüber konventionellen Putzsystemen deutlich überlegen: Bereits der Baustoff Lehm selbst wirkt dadurch
wie ein Klimapuffer, ein „Regulator“, der diese Feuchtigkeit bei Bedarf wieder abgibt. Entscheidend ist dabei die Geschwindigkeit
(„Reaktionszeit“), mit der Feuchtigkeit aufgenommen wird. Und diese Reaktionszeit ist in weit größerem Maße abhängig von der
beschichteten Fläche und nicht – wie vielfach angenommen wird – von der Schichtstärke. Mehr als 80 % der Feuchtigkeit wird
zunächst in den oberen zwei Millimetern gebunden. Und lediglich 10 mm sind bei „normalem Wohnverhalten“ für die „Klimapuffer
Wirkung“ überhaupt relevant. Eigene Beobachtungen haben gezeigt, dass selbst in relativ kleinen Bädern (ca. 12 m2) Spiegel
nicht mehr beschlagen, wenn Wände und Decke – mit Ausnahme des direkten Spritzwasserbereichs – mit ca. 2 mm dünnem
Lehmputz an der Oberfläche beschichtet sind. Fläche schlägt eben Putzstärke!

Das LESANDO®-Produktsortiment
LESANDO® hat sich daher auf dekorative Oberflächen aus Lehm spezialisiert. Wir unterscheiden Dekor- und technische Produkte.
Letztere dienen u.a. dazu, verschiedenste Untergründe perfekt für die Beschichtung mit werthaltigen Dekors auf
Lehmbasis vorzubereiten. Diese technischen Innovationen haben zur Folge, dass Lehmputz eine breite Anwendung gefunden
hat. Auch viele konventionell gebaute Häuser werden inzwischen mit Lehmputz „wohngesund renoviert“. Und immer mehr
Selbermacher entdecken den Reiz kreativer Wandgestaltung mit Lehm…

Quelle: LESANDO®




Quelle: Lesando®