KLIMA- UND ABSCHIRMPUTZ Meno®

Der Abschirmputz mit Klimafunktion

Der Lack der schönen Welt aus Informations- und Energienutzung hat Kratzer bekommen! Es mehren sich die Zeichen,
dass sich dieser Fortschritt nicht ohne Preis erschließen lässt. Die ständig steigende Anzahl von Mobilfunkanlagen,
aber auch die Vielzahl der elektrischen Geräte in unseren Gebäuden, schnurlose Telefone und Elektroinstallationen haben
den Begriff des „Elektrosmog“ geprägt. Damit soll die zunehmende Verunreinigung des Lebensumfeldes mit Strahlen
und Feldern beschrieben werden. Wirkungszusammenhänge zwischen elektrischen bzw. elektromagnetischen Feldern
und biologischen Systemen lassen sich mittlerweile nicht mehr leugnen.
Elektrosmog
Das ist der Sammelbegriff für eine ganze Reihe unterschiedlicher Erscheinungsformen technischer Felder. „Niederfrequente
Felder“ (man unterscheidet korrekterweise zwischen elektrischen und magnetischen Wechselfeldern) entstehen immer dann,
wenn Energie mittels Kabeln übertragen wird. In den Leitungen, Installationen und Geräten liegt Spannung an. Unser Stromnetz
arbeitet mit einer Frequenz von 50/60 Hz (Schwingungen pro Sekunde). Die Grenze zwischen Niederfrequenz und
Hochfrequenz ist fließend. Oberhalb von 100 kHz bis zu 300 GHz (100 Tausend bis 300 Milliarden Schwingungen pro Sekunde)
spricht man von Hochfrequenz. In diesen Bereichen verschmelzen elektrische und magnetische Felder zu einer elektromagnetischen Welle.

Es entsteht ein elektromagnetisches, hochfrequentes Feld. Charakteristisch hierfür sind kabelungebundene Energieübertragungen. Diese „HF-Strahlung“ wird wegen der großen Reichweite und der schnellen
Ausbreitung vor allem vom Mobilfunk, Radio- und TV-Sendern, schnurlosen Telefonen
(DECT-Standard), Radar und Richtfunk genutzt. In gleicher Weise findet diese Technik Anwendung bei der Mikrowelle,
beim schnurlosen Babyphone, BlueTooth, W-LAN usw. Aber wo ist das Problem beim Elektrosmog?
Vereinfacht könnte man für die Hochfrequenz die Mikrowelle als Modell heranziehen. Hier wird die Strahlung von Wassermolekülen absorbiert und in Wärme umgewandelt. In biologischen Systemen kann diese „thermische Wirkung“ zu einer Erhöhung der Gewebetemperatur im Körper führen. Aber auch niederfrequente, elektrische Wechselfelder stehen gerade im Hinblick auf Schlafplatzuntersuchungen im Verdacht, negative Auswirkungen zu haben. Nicht alle Menschen reagieren gleichermaßen auf diese Felder, besonders betroffen sind Elektrosensible. Ihr Anteil in der Bevölkerung wird mittlerweile auf bis zu 5 % geschätzt!
Wie funktioniert Meno® ?
Der Abschirmputz Meno® ist wirksam sowohl bei der Hoch- wie auch bei der Niederfrequenz. Es gibt jedoch einen gravierenden
Wirkungsunterschied. Bei den hochfrequenten elektromagentischen Strahlen werden diese vom Abschirmputz fast vollständig
reflektiert, ein geringer Teil wird in Wärme umgewandelt. Die niederfrequenten, elektrischen Wechselfelder werden von
der elektrisch leitfähigen Oberfläche von Meno® über ein so genanntes Ableitblech dem Potentialausgleich zugeführt, die Fläche
ist „geerdet“. Ausschlaggebend für die Funktionalität ist die Kombination von Natur und HiTech. Haarfeine Carbonfasern (sie zählen zur Gruppe der Kohlenstofffasern) sorgen für eine metallfreie, aber dennoch elektrisch leitfähige Oberfläche. Getragen werden diese Carbonfasern von einem natürlichen Lehmputz, bestehend aus Tonmehlen, Marmorgranulaten,
Pflanzenstärke und –fasern.


Warum gerade Meno® ?
Es gibt einige bemerkenswerte Eigenschaften von Meno®. Die Abschirmwirkung in den Frequenzbereichen von 200 MHz bis
ca. 3 GHz bleibt mit ca. 99,6% absolut konstant und steigt auf bis zu 99,97% bei etwa 10 GHz an. Interessant ist aber der Vergleich mit konventionellen Bauprodukten, die auch mit Carbonfasern arbeiten (vergl. „Reduzierung hochfrequenter Strahlung“ P. Pauli und D. Moldan, 2003, Broschüre unter www.drmoldan.de). Je nach Frequenz und Produkt besitzt Meno® eine um 30 bis 40% höhere Abschirmwirkung als Putzsysteme auf konventioneller Basis. Ausschlaggebend dafür ist die höhere Ausgleichsfeuchte des Baustoffs Lehm, was auch Vergleichsmessungen von Lehmsteinen mit gebrannten Ziegelsteinen
eindeutig belegen. Mit nur 1,5 mm Schichtdicke bietet Meno® ein hochwirksames, einfach anzuwendenden System zur Abschirmung. Ein herkömmlicher Lehm- Innenputz (also ohne Zuschlag von Carbonfasern) von z.B. 15 mm Putzstärke hingegen
bewirkt jedoch keine nennenswerte Abschirmung! Erst die Kombination dieser beiden Werkstoffe führt zu erstaunlichen
Ergebnissen. Meno® kann aber noch mehr. Er reguliert wie jeder Lehmputz die Luftfeuchtigkeit und trägt somit zur Verbesserung des Raumklimas bei. Darüber hinaus findet keine elektrostatische Aufladung der Oberfläche statt. Staub, Reizstoffe und Allergene werden von Meno® nicht angezogen. Wie geht man vor? Vor dem eigentlichen Putzauftrag werden die im System mitgelieferten Ableitbleche montiert und untereinander leitend verbunden. Diese Tätigkeit wie auch der Anschluss
an den Potentialausgleich darf aufgrund geltender Gesetzeslage nur von der Elektrofachkraft vorgenommen werden.
Dann wird Meno®, wie anschließend dargestellt, ein- oder zweilagig aufgebracht.
Ein weiterer großer Vorteil von Meno® ist die durchdachte Art der Verarbeitung. Mit der Zahntraufel aufgetragen verfügt die jeweilige Putzlage über eine definierte Schichtstärke. Eine wesentliche Voraussetzung für die Erfüllung technischer Werte, da
so eine sehr genau bestimmbare Menge Putz und Carbonfasern aufgebracht werden.
Wie lässt sich Meno® beschichten ?
Um die baubiologischen und raumklimatischen Vorteile des Baustoffs Lehm voll zu erhalten, ist es sinnvoll, Meno® auch mit
Lehmputzen zu beschichten. Hier bieten sich sowohl der Lehm-Spachtelputz Capriccio® wie auch der Lehm-Streichputz Furioso® an. Jede Putzlage Meno® trocknet unter normalen Bedingungen i.d.R. über Nacht.
10 gute Gründe, die für Meno® sprechen
1. … wirksam bei hoch- und niederfrequenten Feldern
2. … konstante Abschirmleistung in allen Frequenzbereichen
3. … mit 1,5 mm sehr geringe Auftragsstärke
4. … gut einsetzbar im Alt- und Neubau
5. … einfach anzuwenden
6. … sehr leicht zu beschichten
7. … Abschirmung und Raumklima in einem
8. … Oberfläche elektrostatisch nicht aufladbar
9. … schnelle Trocknung
10. … sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
Die Untergrundvorbehandlung
Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen ist die richtige Untergrundvorbereitung.
Die Untergründe für Meno® müssen
• ausreichend rau sein (für eine Verbesserung der Putzhaftung) und
• ein einheitliches Saugverhalten aufweisen.
In den meisten Fällen ist die Putzgrundierung Preludio® von LESANDO® die optimale Vorbehandlung.

Preludio® kann bei Bedarf mit max. 10 % Wasser verdünnt werden. Achten Sie auf einen gleichmäßigen, deckenden Materialauftrag. Nach vollständiger Durchtrocknung (mind. 24 Stunden) sollte die Fläche einheitlich weiß sein. Sind noch untergrundbedingte Unterschiede sichtbar (z.B. Spachtelstellen o.ä.), ist ein zweiter Auftrag ratsam.
Hier einige ausgewählte Untergrund-Beispiele, für die eine Vorbehandlung mit Preludio® nötig ist:
• verspachtelte Trockenbauplatten
• Gips-, Gips-Kalk- und Kalk-Gipsputze
• Betonflächen
• i.d.R. Altputze nach Tapetenentfernung
• mineralische Altputze
• angeschliffene Dispersionsanstriche
Ohne Vorbehandlung mit Preludio® können folgende Untergründe mit Meno® beschichtet werden:
• Lehmgrund- und -feinputze
• Kalk-, Kalk-Zement- und Zementputze
Weitere Informationen zu Untergründen:
Tragfähigkeit:
Lose bzw. zweifelhafte Untergründe (sandender Putz, lose Farbreste, undefinierbare Altanstriche etc.) sollten restlos entfernt, mit geeigneten Mitteln verfestigt oder anderweitig behandelt werden (z.B. anlaugen).
I.d.R. erfolgt vor dem Putzauftrag die Vorbehandlung mit Preludio®
Staub, Fett, Öl, Trennschichten:
Schleifstaub, Schalöl, fettige Oberflächen usw. verhindern eine einwandfreie Verbindung von Untergrund zu Beschichtung. Sie
müssen entfernt oder gründlich gereinigt werden.
Unebenheiten, Rauigkeiten:
Weder die Putzgrundierung Preludio® noch der Abschirmputz Meno® oder die Vliestapete sind geeignet bzw. entwickelt, Untergründe zu egalisieren (z.B. alte Reibeputze, Niveauunterschiede bei Plattenwerkstoffen etc.). Diese Aufgaben übernehmen Spachtelmassen wie der Lehm-Wandglätter Presto oder der Lehm-Feinputz Sinfonia von LESANDO®.
Die Aufbereitung
Zur Putzaufbereitung werden 10 Kg Meno® in 3,3 bis 4,0 Liter Wasser eingerührt. Die exakte Wassermenge ist abhängig von der Oberfläche und Saugfähigkeit des Untergrundes, von den Umgebungsverhältnissen und natürlich vom Anwender selbst.

Und so geht’s:
• zuerst Wasser einfüllen
• Meno® zugeben und maschinell kräftig einrühren
• nach einer Quellzeit von ca. 30 Minuten nochmals kurz umrühren und fertig!
Verwenden Sie zum Anmischen des Putzes stets nur sauberes Werkzeug und saubere Gefäße (Fassungsvermögen ca. 15 bis 20
Liter für 10 Kg Meno® angemischt).
Vor dem Putzauftrag
Achtung: Zur Ableitung der niederfrequenten elektrischen Wechselfelder müssen die mit Meno® beschichteten Flächen
in den Gebäudepotentialausgleich einbezogen werden. Diese Maßnahmen dürfen ausschließlich vom autorisierten Fachpersonal des Elektrohandwerks vorgenommen werden. Einzelheiten hierzu liegen jedem Gebinde bei.

Meno® einlagig
Hochfrequente, elektromagnetische Felder strahlen i.d.R. richtungsgebunden ("polarisiert") horizontal, vertikal oder
um 45 ° geneigt. Je mehr die Lage der Faser eines abschirmenden Materials der Ausrichtung der auftreffenden Welle entspricht, desto
größer ist der Anteil, der einen Weg durch die Abschirmschicht findet.
Vereinfacht: liegen die Fasern im Putz z.B. horizontal und trifft eine ebenso horizontal ausgelegte Welle auf diese Schicht, wird die
„Durchlässigkeit“ auch höher sein. Daher ist es bei der einlagigen Verarbeitung von Meno® wichtig, die Carbonfasern beim
Putzauftrag in alle Richtungen aufzutragen. Die Abschirmwirkung bei der einlagigen Verarbeitung ist aber grundsätzlich geringer als bei zwei Putzlagen. Messungen an der Bundeswehr-Universität Neubiberg haben ergeben, dass Meno® einlagig angewendet
eine Abschirmleistung von ca. 98,0 % bis 99,2 % erreicht im Vergleich zu 99,6 % bis 99,97 % bei zweilagiger Anwendung. (reine
Abschirmfläche ohne Leckagen, Gebäudeschwachstellen etc.

Meno® zweilagig
Um allen „Richtungen“ der abgestrahlten Felder (horizontal, vertikal oder um 45° geneigt) wirkungsvoll begegnen zu können,
bedarf es einer gleichmäßig verteilten und nahezu undurchlässigen Schicht von Meno®. Die Zweilagigkeit bietet hier
entscheidende Vorteile.
Mit zweilagig aufgetragenem Meno® ist es möglich, das angestrebte nahezu lückenlose „Abschirmnetz“ aufzubauen. Die Messungen
an der Bundeswehr-Universität Neubiberg zeigen, dass Meno® zweilagig die Felder aus allen Richtungen gleichermaßen
gut und konstant abblockt.
Unabhängig von der Polarisation der Welle und unabhängig vom Frequenzbereich zwischen 200 MHz und 3 GHz erreicht Meno®
zweilagig eine Abschirmleistung von mehr als 99,6 % (reine Abschirmfläche ohne Leckagen, Gebäudeschwachstellen etc.).

Beschichtung von Meno®
Meno® ist kein Dekorputz und verlangt zwingend eine abschließende Überarbeitung.
Als sinnvoll bieten sich der Lehm-Spachtelputz Capriccio® oder der Lehm-Streichputz Furioso® an.
Für eine Überarbeitung mit Capriccio® sind keine weiteren Arbeitsgänge nötig, das bedeutet, Meno® kann direkt ein- oder
zweilagig mit Capriccio® überarbeitet werden (je nach Strukturwunsch). Das Überstreichen mit Furioso® setzt voraus,
dass Meno® frei von Fehlstellen oder Spachtelgraten ist, da Furioso® als „gekörnte Farbe“ diese Unebenheiten nicht kompensieren
kann. Beim Einglätten der mit der Zahntraufel aufgetragenen Putzschicht von Meno® könnte ein Spachtelgrat entstehen.
Der lässt sich jedoch mit einfachen Mitteln egalisieren:

Quelle: Lesando®
